Ein Rücktritt ohne politischen Hintergrund

Pressemitteilung der CDU Bad Oldesloe vom 09.03.2025

Jens Wieck, CDU Bad Oldesloe   Foto: CDU Bad Oldesloe

Liebe Mitglieder der CDU Bad Oldesloe, liebe Oldesloer,

lange habe ich gezögert diesen Schritt zu tätigen, denn ich bin mit Leib und Seele Politiker, der von Überzeugung und Verantwortung gegenüber unserer Gesellschaft geprägt ist.

Dennoch musste ich diesen Weg gehen, auch wenn er für viele knallhart und unerwartet rübergekommen ist, da ich ansonsten weiter gemacht hätte und meine Gesundheit nicht in den Vordergrund stellen würde.

Die gesundheitliche Diagnose die ich im Frühjahr 2024 erhalten habe, hat mich sehr stark belastet und mein Leben auf dem Kopf gestellt. Für mich stand es nie zur Debatte, gleich alles hinzuwerfen, denn die Politik und die CDU war für mich eine Berufung.

Aber letztendlich weiß ich und das bin ich auch meiner Familie schuldig, musste ich mich für meine Gesundheit entscheiden.

Ich möchte mich bei meiner Fraktion bedanken, die trotz einiger unterschiedlicher Positionen immer zu mir gestanden hat.

Ich möchte mich bei allen Mitgliedern der CDU in Bad Oldesloe bedanken, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben.

Ehrenamtlich werde ich weiterhin in einigen Bereichen tätig sein, denn ohne kann ich nicht.

Liebe Mitglieder der CDU, ich werde sicherlich eines Tages wieder in die Politik zurückkehren und wenn gewünscht vielleicht als Kandidat.

Jens Wieck

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CDU Fraktion traurig und bestürzt über den Rücktritt von Jens Wieck
 
Die CDU Fraktion nimmt traurig und bestürzt den Rücktritt ihres Fraktionsmitgliedes Jens Wieck zur Kenntnis. 
 
„Jens Wieck ist mit seinem unglaublichen Fleiß und Engagement nur schwer aus der Fraktionsarbeit wegzudenken“ betont Fraktionsvorsitzender Jörn Lucas. „Egal wie dick die Vorlage war: Jens hatte sie durchgearbeitet und mit großem Fachwissen die Fraktionsentscheidungen geprägt. Und wenn er sich jetzt auf seine Gesundheit konzentriert, dann ist das die richtige Entscheidung. Jens kann nicht anders als sich mit Haut und Haaren zu engagieren, ein bisschen weniger oder einzelne Themen liegenlassen geht gegen seine Natur.“ 
 
Natürlich bleibt er Mitglied seiner Partei, deren Vorsitzender er zeitweilig war, und natürlich bleibt er für Bad Oldesloe engagiert. „Und wenn er wieder gesund ist, nimmt ihn die Fraktion natürlich gern wieder auf.“ erklärt Jörn Lucas. 
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Melanie Bernstein hat den Wahlkreis Segeberg/Stormarn Mitte überzeugend gewonnen.

Bericht des CDU-Stadtverbandes Bad Oldesloe   24.02.2025

Melanie Bernstein, MdB   Foto: CDU

Die CDU ist die deutlich stärkste Partei im deutschen Bundestag und die bisherige CDU Bundestagsabgeordnete Melanie Bernstein hat den Wahlkreis Segeberg/ Stormarn Mitte überzeugend gewonnen. Es war dann zwar doch eine Zitterpartie, weil das neue Ampel-Wahlrecht nicht alle Wahlkreisgewinner in den Bundestag lässt. Die CDU ist bundesweit mit den meissten Wahlkreisgewinnern (15) betroffen. Außerdem betroffen sind die CSU (3), die AFD (4) und die SPD (1). In Schleswig-Holstein trifft es Petra Nicolaisen, die im nördlichsten Wahlkreis zwar gegen Robert Habeck gewinnen konnte, im Gegensatz zu ihm jedoch nicht im nächsten deutschen Bundestag sitzen wird. Auf der Landesliste steht sie jedoch auf Platz 2 und ist damit die erst Nachrückerin. Dass das neue Wahlrecht ein gegen die CDU/CSU gerichtetes Wahlrecht ist, war von vorherein klar. Wichtig ist jedoch, dass Melanie Bernstein im nächsten Bundestag weiterarbeiten kann.

Auch unsere beiden Nachbarwahlkreise Ostholstein/Stormarn Nord und Lauenburg/Stormarn Süd haben jeweils einen CDU Wahlkreisgewinner. Sebastian Schmidt und Henri Schmidt setzen sich klar gegen die Mitbewerber durch und werden ebenfalls, beide neu, Bundestagsabgeordnete sein.

Es sieht derzeit sehr nach einer, bisher immer „große Koalition“ genannten, schwarz-roten Koalition unter der Führung von Friedrich Merz aus. Wollen wir hoffen, dass die SPD ihre Verantwortung für die Republik endlich erkennt.  

Mit dem Ergebnis in Bad Oldesloe kann die CDU Bad Oldesloe nicht wirklich zufrieden sein, über ein paar Punkte mehr hätten wir uns sicher gefreut. Wir liegen damit unter dem Bundes- und Landesschnitt.  Andererseits sind wir endlich wieder stärkste Partei.

 

Mathias Nordmann, CDU-Vorsitzender Bad Oldesloe    Foto: CDU

Der Wahlkampf war in Bad Oldesloe überwiegend friedlich und ohne größere Probleme. Beschädigungen an unseren Plakaten gab es verhältnismäßig wenige. Am Anfang gab es einige Attacken auf unsere Großflächenplakate und alle Plakate in der Innenstadt waren mit wenigen Ausnahmen ziemlich schnell spurlos verschwunden. Am Ende des Wahlkampfes gab es dann noch ein paar verschwundene Plakate, aber das war schon einmal deutlich schlimmer. An 7 Infoständen in der Hindenburgstraße haben trotz Grippewelle 24 Helfer mitgemacht. Dort war die Stimmung gut und es gabe nur wenige negative Reaktionen. Danke für den Einsatz.

Mathias Nordmann

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Unsere Wahlempfehlung: Beide Stimmen für die CDU

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Nie wieder ist jetzt – friedensbewegt-getarnter Antisemitismus am Wahlkampfstand

Pressemitteilung der CDU Bad Oldesloe vom 16.02.2025

Nie wieder ist jetzt – friedensbewegt-getarnter Antisemitismus am Wahlkampfstand

Jörn Lucas, CDU Bad Oldesloe    Foto: CDU Bad Oldesloe

Da ist er wieder: Der Antisemitismus ist hoffähig geworden. Gerne auch als friedensbewegt-getarnter Diskussionswunsch am Wahlkampfstand. So geschehen gestern am 15.02.2025 am Infostand der CDU Bad Oldesloe in der Hindenburgstraße. Der Wahlkampfstand war schon fast zu Ende und gut verlaufen, viel Zuspruch und Etliches an Gesprächs- und Diskussionsbedarf. Aber genau dafür sind wir und die Infostände ja da.

Mit dem Worten: „Erklären Sie mir bitte, wieso sie uns alle in einen Völkermord einbeziehen“ sah ich, Jörn Lucas, Stellvertretender Vorsitzender der CDU Bad Oldesloe, mich mit einer überraschenden Frage konfrontiert. Eine Dame meines Alters hatte an mich diese Frage gestellt. Was fiel mir spontan dazu ein: Die Shoa oder auch Holocaust, der Völkermord an den Armeniern 1915, das Massaker von Srebrenica, der Genozid an den Jesiden, die Roten Khmer, die Uiguren in China. Aber all das konnte sie nicht gemeint haben.

Und auf meine Nachfrage, was Sie denn damit meine, konkretisierte sie: Es ginge ihr um die Aktionen der „Faschistischen Regierung Israels“. Zudem unterstellte sie mir und der CDU einen Völkermord an den Palästinensern zu unterstützen.

Ich habe das Gespräch mit der Dame unverzüglich abgebrochen und sie dabei auf folgende Dinge hingewiesen:

Der derzeitige im Waffenstillstand bestehende Konflikt wurde durch den Terrorangriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023 mit vielen Toten sowie die Geiselnahme von 250 Menschen ausgelöst. Von diesen Menschen befinden sich noch mehr als 100 in Geiselhaft. Israel ist der einzige Staat im Nahen Osten mit einer frei gewählten Regierung. Ich wies die Behauptung, diese Regierung sei faschistisch entschieden zurück. Das Selbstbestimmungs- und Selbstverteidigungsrecht Israels sei unverhandelbare Beschlusslage der CDU Deutschlands. Nach meiner Aufforderung den Wahlkampfstand unverzüglich zu verlassen, ist sie dann gegangen.

Es ist sicherlich zu diskutieren, ob der Staat Israel in der Reaktion vielleicht mildere Mittel hätte anwenden können. Es ist aber auch unübersehbar, dass der Angriff auf Israel aus Gaza erfolgt ist und vor allem, dass es keine Bemühungen gab, die noch vorhandenen Geiseln frei zu lassen. Wer also einerseits die Verteidigung Israels kritisiert ohne anderseits die Freilassung aller verbleibenden Geiseln zu fordern oder sie nicht einmal erwähnt und obendrein die demokratisch gewählte Regierung Israels als faschistisch bezeichnet, der zeigt dadurch eindeutig eine antisemitische Haltung. 

Und darauf kann es nur eine Antwort geben: Nie wieder ist jetzt!

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Presseinformation zur Böllerdiskussion

Presseinformation vom CDU-Fraktionsvorsitzenden

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